Sängerheim

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Ein eigenes Sängerheim

Kanalweg 21

Tel: 07042 32617

Schon seit vielen Jahren, etwa seit 1960, bestand in der Vorstandschaft der Wunsch, etwas Eigenes als Übungsraum zu bekommen. Nach dem 2. Weltkrieg fanden die Singstunden im Gasthaus "Engel" statt; denn dieses war zu der Zeit das Vereinslokal. Aus Platzmangel zog man dann um in den Gemeindesaal, der von der evangelischen Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt wurde. Doch auch hier war nach etlichen Jahren keine Bleibe mehr. Von der Gemeindeverwaltung Horrheim wurde dann als Übungsraum der Saal beim Farrenstall überlassen, in dem noch andere Vereine wie der Orchesterverein oder die Tischtennisabteilung des Sportvereins untergebracht waren. Zwangsläufig gab es dort ab und zu Terminüberschneidungen, worauf der Sängerbund die Initiative ergriff. Im Jahr 1963 wurde beschlossen, die Scheune von unserem Sänger Ernst Siegle in der Oberen Gasse zu kaufen, um auf diesem Platz ein Vereinsheim zu bauen. Leider stellte sich jedoch heraus, dass dieses Gelände für das Vorhaben zu klein war. Zu unserer Freude wurde das Nachbargrundstück der hiesigen Weingärtnergenossenschaft zum Kauf angeboten, das 1965 erworben wurde. Es wurde eine Planierraupe bestellt und mit viel Eifer und Begeisterung gingen die Sänger und auch passive Mitglieder daran, mit Schleppern und Wagen den Platz vom Schutt und Unrat zu säubern. Ein Jahr später bei einer Ausschusssitzung machte der Vorsitzende Alfred Faigle den Vorschlag, um die Finanzen weiter zu verbessern im Blick auf die auf den Verein zukommenden Kosten durch einen Vereinsheimbau, Altmetall und Papier zu sammeln, was dann auch im gleichen Jahr mit grossem Erfolg in die Tat umgesetzt wurde. Diesen guten Gedanken hielten wir jährlich zwei Mal bis zur heutigen Zeit aufrecht.

Ende des Jahres 1967 kamen erstmals Zweifel darüber auf, ob das erworbene Grundstück für unser Vorhaben das Richtige wäre oder doch nicht. Der Platz ist gross genug, jedoch fehlen Parkmöglichkeiten und auch die Zufahrtswege sind nicht günstig. Man wandte sich daraufhin an die Gemeinde und bat um die Zurverfügungstellung eines günstigen Platzes. Leider konnte der Gemeinderat unserem Gesuch nicht zustimmen. Wir mussten deshalb weiter die Eigeninitiative  ergreifen und nach Möglichkeiten Ausschau halten. Ein von der Gemeinde vorgeschlagener Raum in der geplanten Mehrzweckhalle oder im Feuerwehrgerätehaus kam für uns nicht in Frage wir wollten etwas Eigenes haben.

 

Die vorgeschlagenen Plätze am Herdweg oder beim Gasthaus "Engel" scheiterten am Einspruch der Besitzer oder der Nachbarn. Glücklich war der Gedanke, oberhalb des Kleintierzüchterheims das Sängerheim zu bauen. Die Grundstücke konnten im Tausch gegen andere Gärten käuflich erworben werden.Leider sah sich bei der Generalversammlung im Jahr 1969 der Vorsitzende Alfred Faigle aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage, dieses aufreibende Amt weiter zu übernehmen. Glücklicherweise schritt darauf Albert Abel in die Fußstapfen seines Vorgängeres. Bereits ein Jahr später wurde mit dem Neubau begonnen. Im Verein waren fast alle Handwerksberufe vertreten. Die anderen waren mit Feuereifer bei der Sache, um überwiegend in Eigenleistung das Werk zu vollbringen. Eine weitere finanzielle Hilfe war der Verkauf von Bausteinen in dieser Zeit, die der Verein drucken ließ und an der sich Handwerker, aktive und passive Mitglieder aber auch Ämter und andere Vereine sowie vereinsfremde Personen beteiligten. Vom 12. bis 13.Juni 1971 wurde festlich das Richtfest gefeiert und im Dezember 1971 das Vereinsheim eingeweiht. Damit hatter der Sängerbund nahezu unmögliches in die Tat umgesetzt. Kameradschaft, Zusammenhalt, Opferbereitschaft und viel Verständnis gehörten ausser den finanziellen Mitteln dazu, dieses Werk zustande zu bringen. Heute dürfen wir auf unseren Verein stolz sein; haben wir doch für uns und unsere Nachfahren eine bleibende Stätte zur Ausübung des Chorgesangs und Aufrechterhaltung des kulturellen Lebens in der Gemeinde geschaffen.

Unvergessen an dieser Stelle soll auch der Name Johann Trinkl bleiben, der als Bauführer und aktiver Sänger verantwortlich zeichnete für die korrekte Ausführung des Neubaus und leider all zu früh durch das Seilbahnunglück in Cavalese (Südtirol) zusammen mit dem Sänger Wolfgang Heitz und zwei weiteren jungen Horrheimern aus unserer Mitte gerissen wurde.Die planerische Arbeit oblag damals unserem fördernden Mitglied Gerhard Ritter, der in selbstloser Weise und natürlich kostenlos diese schwere Aufgabe übernahm.

Als Hausmeister hat sich Hermann Kiefer in unschätzbarer Weise hervorgetan und die Anlage um das Sängerheim wesentlich gestaltet. Sein Nachfolger ist heute Wolfgang Götz

Natürlich brachte das Vereinsheim auch gewisse Probleme mit sich. Viel Opferbereitschaft gehörte dazu, das Heim auch zu bewirtschaften, um die laufenden Kosten auszugleichen. Anfangs waren immer 2 Familien je einen Monat lang im Einsatz; und zwar freitags, samstags und sonntags. Der Mittagstisch erfreute sich Dank der guten Küche einer besonderen Beliebtheit.

Für die einzelnen Sänger war dies jedoch neben dem Beruf eine allzu große Belastung. Man ging ab Mitte 1972 zum wöchentlichen Wechsel über. Es fehlte an geeigneten Paaren, deshalb kam man 1973 zu dem Entschluss, die Bewirtschaftung einzuschränken und künftig nur noch bei besonderen Anlässen sowie freitags zur Singstunde und sonntags zum Frühschoppen offen zu halten. Diese Lösung erwies sich als sehr gut. Erfreulicherweise stehen seither ständig mindestens 12 Personen zur Verfügung so dass jeder höchstens ein Mal im Jahr einen Monat lang an der Reihe ist. Für besondere Festlichkeiten sind andere Partien verantwortlich.

Bei Hochzeiten usw., bei denen oft bis maximal 80 Personen bewirtet werden, wurde de Kanalweg vor dem Sängerheim oft mit Autos fast zugeparkt, was manchmal Probleme mit sich brachte. So entschloss man sich im Jahr 1986 einen Parkplatz östlich vom Sängerheim anzulegen, nachdem man vorher den erforderlichen Grund teils käuflich, teils auf Pacht erworben und die entsprechenden Genehmigungen erhalten hatte. Für die ordnungsgemässe Ausführung verantwortlich war dafür Herbert Siegle mit seinen Helfern, alles Sänger, versteht sich.

 

 

 

 

Auch lädt das Sängerheim heute an jedem Sonntag gegen 10 Uhr zum Frühschoppen ein. Vielleicht können Wir Sie ja auch einmal bei uns begrüßen.